Film & Video Club Bamberg e.V.
Film & Video Club Bamberg e.V.

1969 - 2019

 

       Unser Clublokal:

Gaststätte "Tambosi" am ZOB

im Nebenzimmer

 

Unsere Clubabende finden jeden

4. Montag im Monat statt

 

Von 18:00 - 18:45 Uhr Problembesprechungen für Mitglieder und Gäste,

 

der offizielle Clubabend

beginnt um 19 Uhr.

 

Intressierte am Club und Gäste sind jederzeit herzlich willkommen.

 

Fällt ein Clubtermin auf einen Feiertag, dann ist der Termin

1 Woche früher!

 

Bitte beachten Sie die Tagespresse!

 

Kontakt

filmclubbamberg@web.de

oder

filmclub.bamberg@web.de

 

Reisefilmabend mit

Dr. Elisabeth Greiner

 

Jeder, der lange genug an Schnitt und Gestaltung von Filmen und Videos mitgewirkt hat, kennt die leidigen Themen um die Gestaltung und Vertonung eines längeren Urlaubfilmes. Dabei hat jeder so seine eigenen Vorstellungen und Wünsche und stellt dabei mehr oder weniger große Ansprüche.

 

Beim einem öffentlichen Abend des Film- und Videoclub Bamberg zeigte Frau Dr. Elisabeth Greiner, Mitglied des Vereines, wie man so alles unter dem “berühmten Hut“ bringen kann. Im übervoll besetzten Nebenzimmer des Gasthauses Tambosi zeigte sie unter dem Titel „Vulkantrekking in Tansania und Äthiopien“ eine Reihe stimmungsvoller Aufnahmen über Land und Leute in diesen Ländern

 

Zunächst der Besuch des Ngorongoro-Kraters im Norden Tansanias – von der Unesco zu Weltkulturerbe ernannt, führte sie die Zuschauer in eine für Westeuropäer ungewohnte Landschaftsformation. In diesem größten Kraterkessel der Welt leben ca. 25.000 Tiere, Löwen, Elefanten, Gnus, Gazellen, Zebras und Flusspferde. Weiter ging es zur Massai-Siedlung Nayobi. Diese Volksgruppe kommt ursprünglich aus dem Sudan. Sie sind sowohl Krieger, als auch Viehhirten. Das Prestige des Massaimannes ergibt sich aus der Anzahl seiner Frauen und Rinder.

 

Von Wasserfällen, Felsenkirchen und der Armut der Menschen zeigte der 2.Film. Jahrtausende alte Tradition: die berühmten Felsenkirchen, von Menschenhand geformt, aus einem einzigen Felsen herausgemeißelt. Die Priester hüten im Inneren der Kirchen die Kunstschätze: Manuskripte, Kreuze, Wandmalereien und Kopien der Gesetzestafeln die Moses auf dem Berg Sinai erhalten hat. Das Land gehört zu den ärmsten der Welt. Nur 25% der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Rundhütten aus Lehmwänden mit Grasdach, ohne Wasser und Strom sind die Norm.

 

Der 3.Film führte uns in die Danakilsenke im Nordosten Äthiopiens. An der Grenze zu Eretria gelegen ist diese eine der unwirklichsten Gegenden der Erde. Durchschnittstemperaturen im Sommer über 50 Grad, flirrend heiße Stein- und Geröllwüste, 125 m unter dem Meeresspiegel, eines der geologisch aktivsten Gebiete dieser Erde. Hier brodelt seit Jahrzehnten ein Lavasee, köchelnder Gesteinsbrei, mit einer Temperatur von 1.200 Grad.

 

Salzabbau zur Sicherung eines Minimaleinkommens in der Danakilwüste erfolgt mit altertümlicher Technik. Karawanen zusammengesetzt aus Eseln und Kamelen transportieren in tagelangen Fussmärschen die Salztafeln nach Mekele zum Salzmarkt. Das Magma im Vulkangebiet Dallol heizt Tiefenwasser aus dem Hochland auf. Mineralien werden an der Oberfläche abgelagert., dadurch entstehen unterschiedlichste Formen – Korallenstöcke und Hornitos. Bei hohen Lufttemperaturen von bis zu 60 Grad entstehen durch die Verdunstung von Wasser mannshohe Salztürme, die ein einzigartiges Farbspektakel erzeugen.

 

Begeistert von den spektakulären und zugleich überzeugenden Aufnahmen mit einem gekonnten Kommentar eingebunden, konnten sich die Anwesenden in einer anschließenden Diskussion noch über zusätzliche Informationen freuen.      

 

Ein ganz besonderer Dank gilt deshalb unserer Autorin des Reisefilmabends, Dr. Elisabeth Greiner. Die Bezeichnung „der Raum war bis auf den letzten Platz“ wurde wieder einmal weit übertroffen. Wer solche Strapazen einer solchen Expedition auf sich nimmt und dann noch diese eindrucksvollen Bilder Äthiopiens präsentiert, dem gebührt allerhöchstes Lob und Anerkennung.

 

Ganz zu schweigen von den kulinarischen Original-Genüssen, die Du wieder einmal passend zum Thema deinem Publikum präsentiert hast. Äthiopische Speisen und Weine. Der Zuspruch bei der Verköstigung, so konnte ich es zumindest beobachten, war sehr positiv.


Wer nicht dabei sein konnte – Sie haben leider etwas verpasst.

 

Ich darf mich an dieser Stelle, und ich denke da spreche ich nicht nur im Namen der anwesenden Clubmitglieder, sondern im Namen Aller, die dabei sein konnten, noch einmal recht herzlich bei Dir bedanken. Wir freuen uns schon heute auf Deine nächsten Filme. Vielen Dank Elisabeth.


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